Bezirkstour: Der 3. Bezirk — Landstraße
Zwischen Belvedere, Rochusmarkt und Botschaftsviertel: Die Landstraße verbindet Repräsentation mit Alltag — und ist einer der vielseitigsten Wohnbezirke Wiens.
Der dritte Bezirk beginnt gleich hinter dem Stadtpark und reicht bis zum Donaukanal und zum Arsenal. Kaum ein anderer Bezirk vereint so unterschiedliche Gesichter: barocke Gartenanlagen, Gründerzeitviertel, Botschaften, alte Industrie, die zu Kulturorten wurde, und ein Bahnhof, der die Stadt in sechzehn Minuten mit dem Flughafen verbindet.
Wer die Landstraße kennenlernen will, sollte zu Fuß gehen — vom Schwarzenbergplatz über den Rennweg bis hinunter nach Sankt Marx. Auf diesem Weg erzählt der Bezirk seine ganze Geschichte.
Vom Rennweg zum Belvedere
Der Rennweg ist die alte Ausfallstraße Richtung Ungarn, und an ihr reihen sich die großen Adressen des Bezirks: das Palais Schwarzenberg, die Gartenpalais der Salesianerinnen, die russisch-orthodoxe Kathedrale mit ihren Kuppeln. Und natürlich das Belvedere — zwei Schlösser, ein Garten dazwischen, gebaut für Prinz Eugen, heute eines der meistbesuchten Museen des Landes.
Für Anrainer ist das Belvedere ein Park, der zu jeder Jahreszeit anders aussieht: im Frühjahr die Blüte, im Sommer die Abendspaziergänge, im Winter der Blick über die Stadt vom Oberen Belvedere. Wer in den Straßen rund um den Rennweg wohnt, hat diesen Garten vor der Haustür — und die Innere Stadt in zehn Minuten.
Das Botschaftsviertel
Zwischen Rennweg und Landstraßer Hauptstraße liegt ein Viertel, das kaum ein Wiener bewusst wahrnimmt: das Botschaftsviertel um die Metternichgasse, die Jaurèsgasse und die Reisnerstraße. Ruhige Straßen, gepflegte Palais und Villen, internationale Nachbarschaft, viel Sicherheit und wenig Verkehr. Hier wohnen Diplomaten neben alteingesessenen Wiener Familien, und beide schätzen dasselbe: dass nichts auffällt.
Für den Immobilienmarkt ist das Viertel eine eigene Kategorie. Wohnungen kommen selten auf den Markt und werden oft diskret vermittelt, die Nachfrage von internationalen Mietern ist konstant, und die Preise gehören zu den stabilsten der Stadt. Wer hier kauft, kauft nicht für fünf Jahre.
Markt, Kaffeehaus, Alltag
Die Landstraßer Hauptstraße ist die Lebensader des Bezirks, und der Rochusmarkt ihr Herz: Obst, Käse, Fisch, ein Espresso im Stehen, am Samstag der Bauernmarkt. Rundherum liegt ein Gründerzeitviertel mit intakten Straßenzügen, guten Schulen und einer Dichte an Kaffeehäusern, die auch für Wiener Verhältnisse bemerkenswert ist.
Ein paar Schritte weiter beginnt das Fasanviertel mit seinen Beisln und Werkstätten, und beim Hundertwasserhaus mischen sich Touristen unter Nachbarn, die dort einfach ihre Wäsche holen. Das nahe Kunst Haus Wien, ebenfalls von Hundertwasser gestaltet, zeigt, wie sich Kunst und Wohnen in diesem Bezirk seit jeher überschneiden.
Vom Weißgerberviertel bis Sankt Marx
Richtung Donaukanal wird der Bezirk jünger. Das Weißgerberviertel hat sich in den letzten Jahren zu einer der gefragtesten Wohngegenden der Stadt entwickelt — Altbau mit Kanalblick, Radweg vor der Tür, die Innere Stadt über die Brücken in wenigen Minuten. Weiter südlich, in Sankt Marx, wurden aus den alten Schlachthöfen Bürocampus, Veranstaltungshalle und Forschungsstandort; dazwischen entstehen neue Wohnquartiere.
Und dann ist da das Arsenal: das ehemalige Militärareal mit seinen Backsteinbauten, dem Heeresgeschichtlichen Museum und Wohnungen, die in den historischen Objekten entstanden sind. Ein Stück Wien, das viele erst entdecken, wenn sie dort eingeladen werden.
Wohnen und Markt
Die Landstraße ist einer der vielseitigsten Wohnbezirke Wiens, und genau das macht ihren Markt so robust. Familien schätzen die Schulen und Parks, internationale Mieter das Botschaftsviertel und die Anbindung über Wien Mitte mit U3, U4, Schnellbahn und dem City Airport Train. Investoren finden Gründerzeithäuser mit Substanz, Käufer finden vom Neubau am Kanal bis zum Palais alles, was Wien zu bieten hat.
Altbauwohnungen mit Blick ins Grüne bleiben selten, und wer eine sucht, sollte nicht auf das Inserat warten. Unsere Favoriten liegen im Botschaftsviertel, rund um den Rochusmarkt und im Weißgerberviertel — wir zeigen sie Ihnen gern, und zwar bevor sie jemand anderer sieht.






